Auf der Leipziger Buchmesse

Wie lässt sich angesichts der multiplen Krisen der Gegenwart, die uns aufwühlen und lähmen, noch über Zukunft nachdenken? Welche Inspiration und Ermutigung können wir aus dem Kampf für Demokratie in Europas Osten schöpfen? Darüber diskutieren die belarusische Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch, die belarusische Künstlerin und zivilgesellschaftliche Aktivistin Marina Naprushkina, die belarusische Philosophin Olga Shparaga und Robin Wagener, Koordinator der Bundesregierung für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit dem südlichen Kaukasus, der Republik Moldau sowie Zentralasien (KO- SMZ) und zentraler Ansprechpartner für die belarusische und russische Zivilgesellschaft im Exil.

Das Panel erörtert die schwierige, aber wichtige Suche nach Zukunftsperspektiven im Kontext von immensen Herausforderungen, denen sich die belarusische Zivilgesellschaft stellt. Belarus ist aus dem Fokus der öffentlichen Diskussion und Wahrnehmung fast völlig verschwunden. Dabei radikalisiert sich dort ein Regime, das bis heute mit aller Brutalität gegen die eigene Bevölkerung vorgeht. Opposition und Widerstand im Land selbst sind nicht mehr möglich. Im Exil dagegen lebt das Erbe der Proteste von 2020 in neuen politischen, zivilgesellschaftlichen und kulturellen Strukturen weiter. Die Arbeit dieser Initiativen ist somit auch eine Investition in die Zukunft eines offenen Belarus sowie in die belarusisch-deutschen und belarusisch-europäischen Beziehungen. Moderiert wird die Diskussion vom Journalisten und Belarus-Experten Ingo Petz.

Gefördert vom Auswärtigen Amt. Mit freundlicher Unterstützung der S. Fischer Stiftung.

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